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Warum Sprayer sprayen

Erläuterung zur  Graffiti-Szene

Bei den Tätern handelt es sich meist um Jugendliche und Heranwachsende, die als Anhänger einer subkulturellen, überwiegend sehr stark strukturierten Szene erhoffen,
durch Graffiti-Darstellungen bei gleich gesinnten zu „Ruhm und Ehre“ zu gelangen.

Der Ausdruck ihrer ‚‚eigenen Kultur“ wird dann durch die Graffitis (teilweise großflächige Bilder, die so genannten „Pieces“) bzw. durch Wortkürzel, die sogen. „Tags“ nach außen hin dargestellt.

Ein sehr großer Teil dieser Täter ist in Gruppen organisiert. Bei Beschädigungen von Graffities anderer Gruppierungen oder Personen kommt es teilweise zu schweren Auseinandersetzungen dieser Personenkreise.

Jeder Sprayer  sucht sich selbst seinen persönlichen „Tagnamen“, den nur  er für sich individuell nutzt. Dieser Name wird von den anderen Mitgliedern der Szene in der
Regel akzeptiert. Untereinander spricht man sich meist nur mit dem „Tagnamen“  an.
Einzelne ‚‚Tagger‘ schließen sich dann oft zu Kleingruppen („Crews“) zusammen.
Um einen höheren Status innerhalb der Szene zu erlangen (so genannter „Fame“          
Berühmtheit)  gehen die Sprayer immer höhere Risiken ein.
die Schwierigkeit des Objektes, welches besprayt werden soll gemeint, sowie die mögliche Konfrontierung mit Sicherheitskräften, wie Polizei, BGS, sowie Sicherheitsdienste und deren möglichen Folgen.

Zum Erreichen des so genannten „Fames“ ist es auch nötig, dass der „Tagname“ individuell an eine Person gebunden ist.  Das Kopieren des ‚Tagnamen“ eines Sprayers durch andere Mitglieder der Sprayerszene ist verboten.
Sollte ein solcher Fall bekannt werden, gibt es innerhalb der Szene relativ feste Maßnamen der Regulierung des „Verstoßes“. Im Regelfall gibt es zwischen den Parteien ein Sprayerwettbewerb „Battle“.

Ähnliche Herausforderungen gibt es auch zwischen Sprayern, die darum wetteifern, wer der „Bessere“ ist. Auch hier kommt es zum „Battle“. Die entsprechende Herausforderung des Gegners erfolgt darin, dass ein gefertigtes Bilder übersprayt wird  „gecrossed“

Die jährlich im Land Schleswig – Holstein durch Graffiti – Schmierereien angerichteten Schäden dürften sich auf zweistellige Millionenbetrege belaufen, wobei davon auszugehen ist, dass die weitaus meisten diesbezüglichen Sachbeschädigungen nicht angezeigt werden.
Gegen einige Täter belaufen sich die Schadenersatzforderungen auf mehrere tausend Euro, da es sich bei den Täter in der Regel um „Vielfachtäter“ handelt.



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